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Hilfseinsätze bei Alarm sowie ­Informations- und Beratungsdienstleistungen für Sicherheitsfragen sind das Kerngeschäft des SIR.
Hilfseinsätze bei Alarm sowie ­Informations- und Beratungsdienstleistungen für Sicherheitsfragen sind das Kerngeschäft des SIR.

Service d’intervention rapide – SIR

SIR sorgt für Sicherheit und für seine Mitarbeitenden

Der hauptsächlich zwischen Genf und Lausanne tätige Sicherheitsdienst SIR (Service d’intervention rapide) ist im hart umkämpften Sicherheitsmarkt aus­gezeichnet positioniert. Für das Unternehmen spielt auch das Wohlergehen seiner Mitarbeitenden eine wichtige Rolle.

Jede Nacht sind im Kanton Genf rund zehn Fahrzeuge mit dem SIR-Logo unterwegs. Das bedeutet, dass mehr SIR-Fahrzeuge als ­Polizeiwagen auf den Strassen verkehren. Doch dies ist kaum bekannt, da die Firma Diskretion zu ihrem eigentlichen Markenzeichen gemacht hat. Am Hauptsitz der Firma in Gland (VD) muss man genau hinschauen, um den Eingang zu finden.

Der 1978 in Genf gegründete, aber auch entlang des Genfersees bis nach Lausanne und in Gstaad sehr präsente SIR beschäftigt knapp 400 Mitarbeitende. «Die Sicherheitsbranche in der Schweiz zählt rund 22 000 Mitarbeitende, davon 3600 allein in Genf. Im kantonalen Handelsregister sind etwa 100 Firmen eingetragen. Der Markt ist gross, doch die angebotenen Dienstleis­tungen sind von ganz unterschiedlicher Qualität. Wir decken das Premium-Segment ab.» Für den Erfolg der Firma gibt es gemäss Eric Ruffet, Verwaltungsdirektor des SIR, verschiedene Gründe: ein striktes Personalauswahlverfahren, ein anerkanntes Kom­petenzzentrum für die Ausbildung sowie eine lange Liste von Qualitätslabeln.

Streng überwacht: die Rue du Rhône

Das Kerngeschäft des SIR sind und bleiben Alarm- und Abklärungseinsätze, bei denen die Mitarbeitenden in 80 Prozent der Fälle in weniger als 20 Minuten vor Ort sind. Heute ist der SIR jedoch viel breiter aufgestellt als noch bei seiner Gründung. Der grösste Teil des Personals erbringt mittlerweile Unternehmensdienstleistungen. «Nur schon im Quartier der Rue du Rhône in Genf sind rund 50 unserer Mitarbeitenden für die Sicherheit der Bijouterien im Einsatz. Unser Anteil an diesem Markt beträgt 70 Prozent. Vor 2005 gab es diese Dienstleistungen praktisch nicht. Aber unter dem Druck verschiedener Vorfälle – und manchmal der Versicherungen – haben die grossen Unternehmen angefangen zu investieren», erklärt Eric Ruffet.

Der SIR erbringt auch Empfangs-und Sicherheitsdienste für zahlreiche Banken, Unternehmen und internationale Organisationen, manchmal sogar Spitäler. «Immer öfter – und ohne, dass Aussenstehende den Unterschied zu einem klassischen Angestellten erkennen – werden am Empfang Mitarbeitende von Sicherheitsfirmen wie dem SIR eingesetzt. Eine Frau, die Englisch spricht, oder ein Mann, der des Russischen mächtig ist? Kein Problem für uns – wir haben die massgeschneiderte Lösung», erklärt Eric Ruffet. Und er erwähnt weitere Dienstleistungen wie Personenbegleitdienste, Werttransporte oder natürlich Veranstaltungs- oder Demonstrationsschutz.

Die Firma wird immer grösser – wird es da nicht schwierig, Personal zu finden? «Es gibt Konkurrenzfirmen, die sagen, dass es schwierig geworden ist. Wir hingegen erhalten zwischen 750 und 950 Spontan­bewerbungen pro Jahr, und das für nur etwa 40 Stellen. Ein grosser Teil kommt aus dem Ausland, vor allem Frankreich. Aber bei ­gleichen Qualifikationen bevorzugen wir Personen, die in der Schweiz wohnen.»

Immer mehr Frauen

Das Waadtländer Unternehmen geniesst einen bemerkenswerten Ruf. In der vom Magazin Bilanz erstellten Rangliste der besten Arbeitgeber der Westschweiz 2019 belegt der SIR unter den mittelgrossen Unternehmen (250 bis 999 Mitarbeitende) den ersten Platz. Eric Ruffet freut sich: «Dieser Preis würdigt unsere kontinuierlichen Anstrengungen, die Arbeitsbedingungen unserer Angestellten zu verbessern. So haben wir 2018 neue BVG-Pläne mit verbesserten Konditionen eingeführt. Und wir sind im Begriff, die Fair-ON-Pay-Zertifizierung zu erhalten, welche Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern garantiert.»

Bislang sind nur rund 10 Prozent der Mitarbeitenden des SIR Frauen, aber die Zahl der Bewerberinnen steigt. «Meines Wissens sind wir zudem die Einzigen, die all ihren Festangestellten eine Jahresplanung anbieten. Das wird sehr geschätzt. In der Sicherheitsbranche gibt es in der Regel jeden Monat einen neuen Plan, der zwei Wochen vorher bekannt gegeben wird», ergänzt der Verwaltungsdirektor. «Wir sind ein wichtiger Partner der Genfer und Waadtländer Polizei und unterhalten ausgezeichnete Beziehungen zu den öffentlichen Sicherheitskräften. Ich bin deshalb überzeugt, dass wir auch zu einem positiven Berufsbild beitragen.»

Eric Ruffet, Verwaltungsdirektor des SIR